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Aktionsgemeinschaft der Angehörigen psychisch Kranker,
ihrer Freunde und Förderer e.V. München



Lesenswertes

München dankt! ApK fürs Ehrenamt
Mit der Urkunde „München dankt!“ hat Oberbürgermeister Christian Ude  die Aktionsgemeinschaft der Angehörigen  psychisch Kranker (ApK München) ausgezeichnet. Ude würdigte damit das „beispielhafte bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement“ der ApK auf dem Gebiet Gesundheit und Psychiatrie. Vorstand und Mitglieder leisteten im letzten Jahr  5.600 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Mit 780 Mitgliedern ist die ApK München  der größte  Selbsthilfeverein auf dem Gebiet der Psychiatrie. Stellvertretend für alle Vereinsangehörigen  nahmen beim Selbsthilfetag auf dem Marienplatz  die aktiven Mitglieder Kristian Gross (München), Inge Brandenburg (Eichenau) und Maria Ullrich (Puchheim) die von Ude signierten Urkunden entgegen.

Muenchen dankt!

Für „beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement“ wurden auf dem Marienplatz mit der Urkunde „München dankt“ ausgezeichnet
(von rechts): Inge Brandenburg, Kristian Gross und Maria Ullrich.
Foto: Karl Schlotter

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Betreuungsrecht: Schutz des Vermögens
Die Unabhängige Beschwerdestelle musste sich wiederholt mit Fällen befassen, die  betreuungsrechtliche Probleme in Vermögensangelegenheiten zum Inhalt hatten. Der Verein zur Unterstützung der Angehörigen psychisch Kranker e. V. hat nun in Absprache mit der ApK München ein Rechtsgutachten zum Thema „Der Schutz des Betreuten“ erstellen lassen. Weiter ...

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Hilfe durch Behandlungsvereinbarung
Seit 1. Januar 2013 sind mit gewissen Einschränkungen Zwangsbehandlungen von psychisch kranken Menschen im stationären Bereich von Kliniken wieder möglich. Im Eilverfahren hat der Bundestag ein Gesetz zur Zwangsbehandlung im Paragraph 1906 BGB beschlossen. Damit kommt der Bundestag einer Aufforderung des Bundesgerichtshofes vom Sommer 2012 nach. Dieses Urteil hatte große Unsicherheit für den Behandlungsauftrag und –ablauf an Kliniken geschaffen. Diese befanden sich in der paradoxen Situation, dass sie zwar Patienten aufnehmen mussten, aber nicht behandeln durften.
Diese Situation hat dazu beigetragen, dass – endlich muss man sagen – die Münchner Behandlungsvereinbarung (wieder) entdeckt wurde, die in einem trialogischen Verfahren zwischen Profis, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen vor mehr als 10 Jahren entwickelt wurde. Den Anstoß hierzu hatte die MüPI (Münchner Psychiatrie-Initiative) gegeben, die auch von unserer ApK getragen wird.

Diese Behandlungsvereinbarung zielt darauf ab, dass ein von psychischer Krankheit oder Behinderung Betroffener in einer Phase, in der es ihm weitgehend gut geht, mit seiner Klinik (oder auch niedergelassenem Arzt) eine Vereinbarung über Art und Umfang eine Behandlung trifft, sollte es ihm wieder deutlich schlechter gehen.

Wir verweisen nachdrücklich auf diese Möglichkeit. Wichtig ist, dass eine solche Vereinbarung zustande kommt. Die Zustimmung des Patienten wird auch nach der Gesetzesänderung eine Grundvoraussetzung jeder Behandlung bleiben.

Unser Anliegen als Angehörige muss es sein, von Krankheit Betroffene davon zu überzeugen, dass der Abschluss einer Behandlungsvereinbarung es gerade erlaubt, dass ihr Wille, den sie zu Zeiten psychischer Stabilität erklärt haben, umgesetzt wird. Deswegen sollten Sie die Münchner Behandlungsvereinbarung zur Hand haben. Sie sollten ihrem erkrankten Angehörigen, dessen gegebenenfalls vorhandenen Betreuer, dem behandelnden Arzt oder einer Vertrauenspersonen zur Verfügung stellen. Beschäftigen Sie sich selbst mit der Vereinbarung.

Münchener Behandlungsvereinbarung Formuar - Download

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Selbsthilfe ist wertvoll und zeigt Wirkung
Wert und Wirkung der Selbsthilfe ist das Titelthema des Münchener
Selbsthilfejournals einblick in der Ausgabe 1-2012.
Ab Seite 6 wird Wert und Wirkung der Selbsthilfe am Beispiel
der ApK München beschrieben. mehr ...

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Cannabis in psychiatrischen Kliniken
Die ApK München hat sich wiederholt dafür eingesetzt, dass der Konsum von Drogen in stationären und ambulanten Einrichtungen im Interesse der Patienten verhindert werden muss. Richtlinien zum Qualitätsmanagement sollten das obligatorisch festschreiben. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den nachstehenden Artikel:

Auswirkungen bei schizophrenen Erkrankungen unter dem Gesichtspunkt der rechtlichen Haftungsproblematik von den Rechtsanwälten Benjamin Merzel und Dr. Wolfgang Melzer, München, mehr ...