Geschwister - Selbst­hilfe­gruppe 1

Wenn die Schwester oder der Bruder psychisch erkrankt ist

Was uns verbindet

Als Geschwister haben wir erlebt, wie die Familie erschüttert wird, wenn die Schwester oder der Bruder psychisch erkrankt.

Die Beziehung zu den Eltern und zum erkrankten Geschwister verändert sich, oft übernehmen die gesunden Geschwister mehr Verantwortung innerhalb der Familie und fühlen sich damit überfordert. Gefühle wie Unsicherheit, Ohnmacht, Angst, Schuldgefühle, Scham und Trauer beeinträchtigen unsere private und berufliche Lebensplanung.

Daraus ergeben sich Fragen und Konflikte, für die wir in der Familie und im Freundeskreis oft keine Lösung finden können.

Für wen wir da sind

Unsere Selbsthilfegruppe ist für Geschwister psychisch kranker Menschen da, die sich über Ihre spezielle Lebenssituation mit anderen Geschwister austauschen wollen.

Geschwister begleiten sich ein Leben lang, sodass wir in jeder Phase unseres Lebens von der Jugend bis zum Alter Geschwister bleiben.

Willkommen sind in unserer Gruppe erwachsene Geschwister jeden Alters.

Unsere Selbsthilfegruppe

Unsere Gruppenmitglieder stärken sich gegenseitig den Rücken, wir teilen Sorgen und Kummer in unserer besonderen Lebenssituation, aber auch unser Glück, unsere guten Erfahrungen und schönen Erlebnisse.

Wir tauschen uns über unsere Erfahrungen im Umgang mit dem psychisch erkrankten Geschwister aus und unterstützen uns gegenseitig mit Informationen und eigenen Erfahrungen.

In unserer Runde geben wir den Fragen und Emotionen Raum, die uns belasten. Dabei teilen wir uns auch Vertrauliches und Persönliches aus unserem Leben mit. Jedes Gruppenmitglied vertraut darauf, dass alles, was wir besprechen und hören, in unserer Gruppe bleibt und nicht nach außen getragen wird.

In unserer Gruppe kann sich jeder soweit öffnen, wie es sich gut anfühlt. Unser wichtigstes Anliegen: „Nur wer auf sich selbst und auf sein eigenes Lebensglück achtet, kann sich auch um andere kümmern.“

Worüber wir sprechen

Bei unseren Treffen geht es u.a. um folgende Themen:

  • Wie viel Verantwortung können wir für das erkrankte Geschwister übernehmen?
  • Was ist wenn, die Eltern nicht mehr in der Lage sind, sich zu kümmern?
  • Wie können wir uns von den Eltern und den psychisch erkrankten Geschwistern abgrenzen?
  • Wie können wir ohne Gewissenskonflikte unser eigenes Leben entwickeln?
  • Wie viel Belastungen können wir tragen, ohne selbst krank zu werden oder Lebenseinschränkungen zu haben?
  • Wie gehen wir mit unseren Gefühlen wie Scham, Wut, Enttäuschung, Schuld gegenüber unseren kranken Geschwistern um?

Ablauf

Wir treffen uns einmal im Monat, am zweiten Donnerstag, von 19-21 Uhr. Die Runde besteht in der Regel aus 6 bis 8 Personen, die Mitglieder sind zwischen 20 und 60+ Jahre alt.

Wir starten unsere Treffen mit einer kurzen Vorstellungs- oder Blitzlichtrunde. Dann informieren wir über Veranstaltungen, Kinotipps oder Neuigkeiten aus dem Verein oder aus der Münchner Psychiatrieszene.

Im Anschluss daran tauschen wir uns in einer Gesprächsrunde über Fragen, Anliegen und Themen, die sich aus unserer Geschwisterrolle ergeben, aus. Das Gespräch wird von zwei Gruppenmitgliedern moderiert. Wir sprechen über so persönliche Dinge, dass wir uns alle gegenseitig duzen.

Manchmal laden wir externe Experten zu Themen ein, die uns besonders interessieren. Diese Themenabende werden in der Gruppe geplant und per Mail angekündigt.

Teilnahme

Du bist an unserer Gruppe interessiert? Dann melde Dich bitte in unserer Geschäftsstelle an.

Die nächsten Termine

Donnerstag, 13.12.2018 | 19:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag, 17.01.2019 | 19:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag, 14.02.2019 | 19:00 - 21:00 Uhr

Kontakt Geschäftsstelle:

Aktionsgemeinschaft der 
Angehörigen psychisch Kranker, 
ihrer Freunde und Förderer e.V. München

Landsberger Str. 135 | 80339 München

Bürozeiten:
Montag, Mittwoch & Donnerstag von 8:30 bis 12:30 Uhr
Dienstag von 12:00 bis 18:00 Uhr 
sowie Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr

Tel. 089 5024673 | Fax 089 51086326 | info@apk-muenchen.de

Mit freundlicher Unterstützung

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Unsere Selbsthilfegruppen werden gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände in Bayern.